Neurosomatische Traumaintegration verbindet körperorientierte, ressourcenstärkende und traumainformierte Ansätze mit Erkenntnissen aus Entwicklungspsychologie, Körperarbeit und neurowissenschaftlichen Zusammenhängen.
Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, wieder Vertrauen in sich selbst und ihren Körper zu gewinnen und somit mehr Selbstwahrnehmung, Stabilität und Regulationsfähigkeit im Alltag zu entwickeln. Dies gelingt, durch das Anerkennen der eigenen Lebensgeschichte, seiner Strategien und Prägungen. Wenn wir erkennen, warum wir so handeln, wie wir es tun und dass dies alles aus gutem Grund geschieht, können wir mit den eigenen Eigenschaften Frieden schliessen und konkrete Schritte unternehmen, um besser mit ihnen umgehen zu lernen und sie auch in anspruchsvollen Situationen leben zu können.

Ich zeige Dir einfache und alltagstaugliche Körperübungen, wie Du mehr zu Dir und in Deine Stabilität finden kannst. So dass Du Freiheit und Leichtigkeit in Dein Leben integrieren kannst. Oft halten uns unsere alten Schutzstrategien davon ab, wirklich zu fühlen, was wir brauchen. Wir bleiben beispielsweise im Stress – immer alles im Griff haben und von Erfolg zu Erfolg eilen oder in der Abspaltung leben – wissend, dass wir nichts fühlen, ohne eine Idee wie wir das ändern können. Beides lässt uns nicht zur Ruhe kommen, wir lenken uns von uns selbst ab und suchen Trost in Konsum, Schlaf, Sport, Leistung oder Alkohol, Drogen oder anderen psychoaktiven Substanzen. Doch irgendwie fehlt etwas – sich das einzugestehen ist nicht leicht und der Weg dazu oft nicht einfach. Denn Schutzstrategien haben sich ja aus gutem Grund gebildet. Sie schützen uns vor schwierigen Gefühlen oder unangenehmen Empfindungen. Wenn wir in unsere Stabilität kommen, und mit der Co-Regulation in der körper- und ressourcenorientierten Begleitung, kann schrittweise mehr Sicherheit entstehen, um diese Gefühle wahrzunehmen, einzuordnen und regulieren zu lernen. So gewinnst Du mehr Freiheit, Ausgeglichenheit, Zugang zu Deinen echten Bedürfnissen und Wünschen und die Souveränität, Dich selbst zu regulieren und zu wählen, wie Du auf bestimmte Situationen reagierst.
Prägungen
Prägungen entstehen früh in unserem Leben, während der ersten Babyjahre, aber auch schon in der Schwangerschaft – durch Gefühle und Aktivitäten der Bezugspersonen, die uns betreffen oder die wir uns als ‚normales‘ Verhalten abgucken. Dabei geht es nicht um problematisches Verhalten, sondern ganz einfach um Verhaltensweisen oder auch den Umgang mit Herausforderungen. Natürlich entstehen Prägungen auch durch Schockereignisse in unserem Leben oder kulturelle Umstände.
Unsere Prägungen lassen uns immer gleich reagieren in einer bestimmten Situation. Wir sind dann nicht wirklich frei, sondern handeln aus unseren erlernten Strategien. Meist ist uns das gar nicht bewusst, denn es ist doch normal so (für uns). Prägungen bestimmen,
- wie schnell oder nicht ich überfordert bin und in welchen Situationen
- ob ich gerne Hilfe annehme oder alles selbst lösen will
- ob ich Gefühle wahrnehmen und als Zeichen meines Systems schätzen und nutzen kann oder ob ich sie bei mir und anderen als Gefühlsduselei ablehne
- wie ich Nähe zulasse oder nicht
- ob ich mit Freude oder mit Enge und Druck auf Entscheidungen reagiere, die ich treffen muss
- in welchen Situationen ich wütend werde oder mich zurückziehe und plötzlich ganz still verhalte
Und das Spannende: Wir können diese automatischen Reaktionen in uns verändern. Wir können das Muster erkennen, die Verknüpfung lösen und so Wahlfreiheit ermöglichen.
Methoden
Und wie soll das gehen? Indem wir auf der Körperebene arbeiten. Während unserer Entwicklung benutzen wir unterschiedliche Muskeln (z.B. Arme nach einer Bezugsperson ausstrecken für Nähe) und in diesen Muskeln sind gewisse Themen dann wie gespeichert: entweder als Spannung, da war zu viel, oder als Resignation, da war zu wenig. Hier sprechen wir von einem Entwicklungstrauma. Solche frühen Erfahrungen und Anpassungsstrategien können sich langfristig auf Körpererleben, Selbstregulation, Beziehungsgestaltung und den Umgang mit Belastung auswirken. Wenn wir diese Muskeln, die entweder zu viel oder zu wenig ‚halten‘, durch Bewegung, Druck oder Berührung bewusst und in Kontakt aktivieren, kann ein bewussterer Umgang mit darin gespeicherten Mustern und Reaktionsweisen entstehen. Verschiedene Themen weisen also auf bestimmte Muskeln hin oder Probleme mit bestimmten Muskeln oder Körperregionen auf bestimmte Themen oder Charakterstrukturen.

Durch ein genaues Beobachten von Sprache, Verhalten und Bewegungen der Klienten gilt es also herauszufinden, wo anzusetzen. Denn unterschiedliche Traumaformen zeigen sich häufig in unterschiedlichen körperlichen und psychischen Reaktionsmustern. Traumainformierte Begleitung bedeutet daher auch, diese Unterschiede wahrnehmen und Menschen individuell in Stabilisierung, Selbstregulation und Ressourcenaufbau unterstützen zu können. Im Vordergrund steht dabei nicht das erneute Durcharbeiten belastender Erfahrungen, sondern der schrittweise Aufbau von Körperpräsenz, Orientierung, Sicherheit und Regulationsfähigkeit.
Es geht also – wie auch bei ReConSat – um eine Stärkung des BeiSichSein. Denn ohne eine gewisse Stabilität in Dir selbst, können keine Prägungen gelöst werden, da dies immer ein Loslassen von Gewohnheiten und somit verunsichernd für unser System ist. Also arbeiten wir zuerst an deinen Grenzen, deiner Erdung, deinem Gefühl für Dich selbst und Deinem Umgang mit Emotionen und ihrer Intensität. Allein das kann schon viel bewirken und Dir eine ganz andere Basis für Deinen Alltag geben. Denn Du erlebst neue Erfahrungen von Selbstwahrnehmung, lernst Dein Nervensystem auch in herausfordernden Situationen und im Umgang mit intensiven Emotionen zu regulieren und gewinnst so mehr Handlungsspielraum und Wahlfreiheit.
Schock
Was wir umgangssprachlich unter Trauma verstehen, sind die heftigen, dramatischen Ereignisse, bei denen es uns nicht gelingt, bei uns im Körper zu bleiben – sei das, weil wir selbst betroffen sind oder weil wir indirekt als Zeuge dabei sind. In der körperorientierten Traumatherapie sprechen wir dabei von Schocktrauma. Schocktrauma zeichnet sich dadurch aus, dass unsere Welt nach diesem Ereignis anders ist – es können Ressourcen fehlen, Fähigkeiten, die wir vorher hatten, nicht mehr greifbar sein oder alles fühlt sich einfach fremd an.
Auch beim Umgang mit Schocktrauma geht es in einem ersten Schritt um den Aufbau der eigenen Körperpräsenz und -stabilität. Denn diese ist es ja, die beim traumatischen Ereignis verlorengeht. Die Integration des Traumas geschieht also nicht über das Sprechen darüber, das könnte sogar kontraproduktiv sein, sondern über die Verankerung im Körper und danach folgend der gezielten Ableitung der blockierten Energie durch den Körper.
Fazit
Schritt für Schritt begleite ich Dich also, z.B. bei den Folgen belastender Erfahrungen, stressbedingten Mustern, frühen Prägungen oder herausfordernden Lebenssituationen, wieder mehr in Verbindung zu kommen mit Dir und hindernde Reaktionen, Gefühle oder Gedanken loszulassen.
Melde Dich gerne hier für ein unverbindliches Kennenlerngespräch, indem ich Dir aufzeige, wie ich Dich mit der neurosomatischen Traumaintegration NSTI® unterstützen kann. Ich freue mich, Dich kennenzulernen.
Mehr zu NSTI ® findest Du auf der Webseite des Instituts für Traumaintegration.
